Die Arbeit ruft wieder

Nach meiner Op hatte ich nun ein paar Wochen um mich wieder zu regenerieren. Gleich vorweg, die Beschwerden wurden mir viel schlimmer beschrieben, als sie in meinem Fall waren. Trotzdem war ich eingeschränkt und habe die Zeit gebraucht. Viel Schlaf, ein Krankenbesuch durch meinen Vater und viele liebe Freunde haben mich in dieser Zeit begleitet.

Zu der Op selber kann ich sagen, dass ich bisher sehr zufrieden bin, es sieht gut aus, die Narbe sind sauber und die Schmerzen sind nun 3 Wochen später auch fast völlig verschwunden. Was etwas nervig war, war die lange Zeit im Krankenhaus, von 6 Tagen, weil die blöden Drainagen immer noch vollliefen. Ich hatte allerdings viel Besuch und nette Menschen auf der Station – auch überwiegend nettes Personal, bis auf eine etwas reservierte Ausnahme in Form einer Krankenschwester. Aber noch mal zurück zu den fiesen Blutsaugern die ich da hängen hatte, nicht nur das die relativ weh taten, sie taten auch beim Ziehen sehr unschön weh, das war der wirklich unangenehme Teil. Ansonsten habe ich jeden Tag gut gelaunt gestartet und mich zusammen mit den (beiden) Mädels gefeiert, dass wir nun schon mal zu dritt sind. :-D

Die Krankheitszeit habe ich auch dazu genutzt meinen Aufenthalt Dr. Suporn im kommenden Mai zu fixieren. Die Anzahlung ist unterwegs und der Termin steht. Ein gutes Gefühl. Nebenher habe ich mir natürlich auch viele Gedanken um meinen Ausflug zu Dr. Bart gemacht.

Dieser Teil war anstrengend. Ich habe schon von Natur aus „Glück“ gehabt, aber es gibt eben Dinge die mich stören und ich werde sie immer sehen und je nach Stimmung werden sie es mir sehr schwer machen glücklich zu sein. In meinen Überlegungen kam ich dann aber zu dem Punkt, dass es ja völlig ok ist. Es ist etwas reales, es fällt eben vielen nicht auf, andersrum wäre es viel schräger: Wenn es mich nicht stört, sondern einzig dem Zweck dienen soll ein besseres Passing zu haben. Risiken gibt es und Narben werde ich auch davon tragen, aber ausgehend davon, dass alles gut geht, was wird mich mehr stören: Geheimratsecken, die ich beim Schwimmen oder schlecht gestylten Haar preis gebe oder eine fast unsichtbare Narbe? Nicht jede Autoscheibe soll die hässlichen Schatten auf der Stirn spiegeln, wenn es schön sonnig ist und ich gerade an was Schönes denke. Ich kann mir nur das Mantra sagen, dass ich seit einiger Zeit wohl habe: „Alles wird gut gehen und gut werden.“

Gleich ist mein Zug –sogar pünktlich- am Ziel, ich muss also mal was arbeiten. Ich wünsche euch einen guten Start in diese Woche.

Über Maya

Hallo ich bin Maya, um genau zu sein bin ich das einerseits schon mein ganzes Leben und dann wiederrum erst seit März 2012. Ich will hier meine Erfahrungen niederschreiben und meinen Weg beschreiben, den ich gerade gehe. Zu Beginn meiner Suche, hatte ich viele Fragen, was andere Denken, was sie fühlen und was sie antreibt. Mir tat es gut, von anderen zu lesen und mir tat es gut so zu merken, dass ich nicht alleine bin. Leider gibt es nicht viele schöne Blogs, die meisten sind recht kurz oder an vielen Stellen oberflächlich oder einseitig. Ich versuche hier auch objektiv zu berichten und hoffe, dass ich damit anderen betroffenen Menschen helfen kann. Mehr über mich findet ihr auf der Seite "Über mich..."
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