Es kann auch echt anstrengend sein…

Manchmal einfach komisch...

Manchmal einfach komisch…

Ich bin im Wochenende gerade angekommen und stelle fest, es ist 21:59 Samstagabend. Ich war diese Woche dank einer lieben Freundin bei den Transsisters (Berlin). Ich war dort schon öfter und habe dort viele interessante und sehr nette Menschen kennengelernt. Zugegeben es gibt eben auch die schrägen Vögel, aber bunt ist wichtig und man selber fühlt sich dann schrecklich normal. :-)

Was ich aber auch merke ist, wieviel Energie meine Strategie kostet. So ein „Wechsel“ ist nicht einfach. Alles ändert sich und neben der Tatsache, dass ich echt körperlich heftig abgebaut habe, merke ich auch, dass der Kopf etwas anders ticken kann unter Östrogen. Es ist schon immer mal wieder anstrengend, wenn man nicht im Hotelpool planschen kann oder vielmehr es sich einfach (noch) nicht traut. Es ist aber auch anstrengend das „Projekt“ neben der Arbeit laufen zu lassen. Andere haben Freundin oder Freund Zuhause und müssen sich bestenfalls mal über die Post von der Bank ärgern am Wochenende. In dem „Transprojekt“ gebucht verbringt man das Wochenende mit der Recherche über OPs und formuliert Fragen an den Arzt oder denkt sich eine möglichst höfliche Antwort für das Schreiben vom Gutachter/Krankenkasse/Behörde… aus, die mal wieder mit irgendwas Probleme hat.

Ich merke auch, dass mir dann einfach der Nerv für ganz alltägliches -aber nicht zwingend notwendiges – fehlt. Ich staubsauge schon lange nicht mehr jedes Wochenende, warum auch bei etwa 24 Stunden Anwesenheit? Ich habe das kochen auch (leider) aufgegeben und hole mir lieber schnell etwas um die Ecke. Dokumente stapeln sich und die Reisekostenabrechnung macht sich auch nicht von alleine. Kaum ist morgen die Wäsche trocken, geht es dann schon ans bügeln, Check-in, Taxi bestellen, packen, ab ins Bett, die neue Woche beginnt. Pünktlich geht es dann montags früh wieder los und ich frage mich, wo das Wochenende hin ist.

Glücklicherweise geht es einigen so, aber die Last die man mit diesem Zusatzprojekt hat darf man keinesfalls unterschätzen. Ich neige manchmal dazu dies zu tun, doch dann denke ich daran, wie viele Menschen über einen Burnout nach der GaOP berichten oder die einfach so eine Depression ausbrühten.

Ich nehme viel geistig vorweg, mache mir Gedanken, stelle mir vor wie es ist, wenn man dies oder das macht und was ich dann alles beachten muss. Allerdings kann schon der Gedanke evtl. 10 Tage stimmlos zu sein sehr bedrückend sein, genau wie andere Gedanken, die dann immer mal wieder auftauchen. Ich versuche mir dann zu sagen, dass es dann nicht mehr so schlimm sein wird und alles in etwa 2 Jahren vorbei sein kann – natürlich im positiven Sinn.

Nur einen Vorsatz habe ich gefasst: Ich handle nicht mehr ganz so rational und ich lasse mir nicht mehr von Angst alles im Leben diktieren. Angst hatte ich lange genug, doch der Schritt über den eignen Schatten ist ein schwerer und wenn es nur ums planschen geht. ;-)

Einen guten Start in die Woche!

Über Maya

Hallo ich bin Maya, um genau zu sein bin ich das einerseits schon mein ganzes Leben und dann wiederrum erst seit März 2012. Ich will hier meine Erfahrungen niederschreiben und meinen Weg beschreiben, den ich gerade gehe. Zu Beginn meiner Suche, hatte ich viele Fragen, was andere Denken, was sie fühlen und was sie antreibt. Mir tat es gut, von anderen zu lesen und mir tat es gut so zu merken, dass ich nicht alleine bin. Leider gibt es nicht viele schöne Blogs, die meisten sind recht kurz oder an vielen Stellen oberflächlich oder einseitig. Ich versuche hier auch objektiv zu berichten und hoffe, dass ich damit anderen betroffenen Menschen helfen kann. Mehr über mich findet ihr auf der Seite "Über mich..."
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