Von Stimmungsschwankungen und schweren Entscheidungen

Manchmal ist alles grau...

Manchmal ist alles grau…

In den letzten Wochen musste ich ein paar sehr schwierige Themen wälzen, zunächst war eine Veränderung in der Hormontherapie Thema. Ich habe es gewagt und muss sagen, dass ich mit dem aktuellen Stand ganz zufrieden bin. Leider war ich in der ersten Umstellungszeit etwas dünnhäutig, aber inzwischen hat sich alles stabilisiert. Ich habe Eligard probiert, nun ist für 3 Monate unten absolute Ruhe, was die Testosteronproduktion angeht. Meine Werte waren zwar zuvor schon am unteren weiblichen Bereich, doch kamen die Veränderungen seit Januar doch ziemlich ins Stocken. Nun habe ich, wie erhofft das Spannen in der Brust wieder und auch sonst tut sich offenbar schneller was. Ich werde es weiter beobachten. ;)

Die zweite nicht weniger leichte Entscheidung betrifft ein Thema an dem ich schon lange „kaue“: meine Stimme. Ich hatte vor einiger Zeit ein recht langes Gespräch in der Charité, die ich mir ausgesucht habe auf Grund von Erfahrung und Technik.

Allerdings hallt der Satz, „Sie müssen mit einer dauerhaften Einschränkung der stimmlichen Leistungsfähigkeit rechnen“, immer noch nach. Nicht einfach zu schlucken, zumal die Stimme für meinen Job nicht unerheblich ist, aber was bringt es, wenn man sie nur ungern einsetzt?

Ich bin zum Beispiel bei einem Kunden, da stehen Trennwände im Büro, wenn ich hinter einer dieser Wände sitze vermeide ich es zu rufen oder stelle die Stimme gekünstelt hoch, damit ein dritter nicht in die Verlegenheit kommt, diese Stimme männlich zu identifizieren (Was leider vorkam und am Telefon das normale ist).

Ich „spiele“ mit hohem Einsatz: Alles oder nichts, wobei ich ja sicher nicht den Totalverlust fürchten muss, aber was heißt Einschränkung? Kann ich nach 30 Minuten nichts mehr als ein piepsen rausbringen? Ich bin also skeptisch, aber weiß auch, dass ich selbst mit meiner Stimme nicht glücklich bin. Nun kommen die Standardargumente: „Niemand hört sich selber wirklich gern“, aber darum geht es nicht. Die Stimme ist ein ganz spezieller Ausdruck von uns, manche sprechen sogar davon, dass sie Ausdruck der Seele ist. Meine Seele wollte aber nie mit Testosteron vollgeschüttet werden und daher muss ich wohl versuchen etwas daran zu ändern, dass es eben besser passt, das es zu mir, zu Maya passt und mir nicht bei fast jedem Telefonat (aus etwa 200 Anrufen, 198) ein Herr beschert… oder die Kreditkartenhotline dazu veranlasst, dass letzte Pünktchen auch den Vertragsunterlagen „sicherheitshalber“ abzufragen.

Logopädie bringt mich leider nicht weiter, also werde ich wohl den Schritt wagen und das schon bald, der Termin ist für den 17. September vereinbart, dann heißt es wohl 10-14 Tage schweigen (OH JE! O_O)

Und weitere 7-14 Tage schonen und arbeitsunfähig. Mein Chef gab bisher das ok, ich hoffe es bleibt dabei.

Über Maya

Hallo ich bin Maya, um genau zu sein bin ich das einerseits schon mein ganzes Leben und dann wiederrum erst seit März 2012. Ich will hier meine Erfahrungen niederschreiben und meinen Weg beschreiben, den ich gerade gehe. Zu Beginn meiner Suche, hatte ich viele Fragen, was andere Denken, was sie fühlen und was sie antreibt. Mir tat es gut, von anderen zu lesen und mir tat es gut so zu merken, dass ich nicht alleine bin. Leider gibt es nicht viele schöne Blogs, die meisten sind recht kurz oder an vielen Stellen oberflächlich oder einseitig. Ich versuche hier auch objektiv zu berichten und hoffe, dass ich damit anderen betroffenen Menschen helfen kann. Mehr über mich findet ihr auf der Seite "Über mich..."
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