Was? Schon wieder eine Woche rum?

Ich schwimme gerade etwas, damit meine ich nicht im Wasser, eher was meine Abschlussarbeit angeht, trotzdem fand ich diese Woche die Zeit noch zur Agentur für Arbeit  zu gehen. Zunächst habe ich natürlich mit dem (Zwangs-)Outing gerechnet, der Besuch bestand praktisch nur aus Formular ausfüllen und Warten und dann eben besagtem Outing, was auch lustig war, denn offenbar hatte niemand dort etwas geahnt bis ich als „Herr“ aufgerufen wurde. Unnötig war es trotzdem, denn die Kollegin hatte mich eigentlich telefonisch angekündigt. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass ich wünsche in Zukunft im Haus als FRAU angesprochen zu werden. Ich bin gespannt, ob sie diesem Wunsch nachkommen, dem sie laut Gesetz nachkommen müssen (Grundgesetz zusammen & Urteil BverfG). Wieder merkte ich, dass ich viel entspannter bin, stolz sein kann und viel mehr Kraft bei allem habe. Ich bewältige das tägliche Leben nun als Transfrau und trotz der vielen Buschfeuer um mich rum, behalte ich meine gute Laune.

Außerdem habe ich mich in dieser Woche wieder meiner Stimme gewidmet. Ich lerne jetzt meine Falsett-Stimme zu finden, damit soll die Stimme höher klingen als sie ist und vor allem weicher und hauchiger. Den „Trick“ kannte ich schon aus dem Internet, bin gespannt wie es mit der Zeit wird.

Zusätzlich habe ich mich auch noch einmal mit Stimm-OPs beschäftigt und habe mir dort einige Methoden angesehen. Ich habe mit der Berliner Klinik telefoniert und mich informiert, demnach ist es noch nicht ganz auszuschließen, dass die KK die Kosten übernimmt, was natürlich toll wäre. Außerdem habe ich ein paar Fragen zur OP-Methode an Herrn Schaff geschrieben und bin gespannt wann und ob ich Antwort erhalte.

(K)eine (Phantasie)frau? ;-)

(K)eine (Phantasie)frau? ;-)

Zu guter Letzt auch leider wieder mal ein negativ Passing, als „guter Mann“… Da ist man so nett und hilft jemandem auf die Sprünge und kassiert so was, aber ich nahm es mit einem leichten Zähneknirschen hin. Jedoch  kam es aber dann dazu, dass eine andere Transfrau meinte, dass eine Frau sich so etwas schließlich verkneift. Ich denke nicht, dass dies ein adäquates Frauenbild für mich ist: Lächeln und Maulhalten ist nicht so meins, wenn das heißt Frausein, dann habe ich verdammt wenige Freundinnen.

Über Maya

Hallo ich bin Maya, um genau zu sein bin ich das einerseits schon mein ganzes Leben und dann wiederrum erst seit März 2012. Ich will hier meine Erfahrungen niederschreiben und meinen Weg beschreiben, den ich gerade gehe. Zu Beginn meiner Suche, hatte ich viele Fragen, was andere Denken, was sie fühlen und was sie antreibt. Mir tat es gut, von anderen zu lesen und mir tat es gut so zu merken, dass ich nicht alleine bin. Leider gibt es nicht viele schöne Blogs, die meisten sind recht kurz oder an vielen Stellen oberflächlich oder einseitig. Ich versuche hier auch objektiv zu berichten und hoffe, dass ich damit anderen betroffenen Menschen helfen kann. Mehr über mich findet ihr auf der Seite "Über mich..."
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