Die Zeit rennt…

Ich hatte mir vorgenommen, ich schreibe etwas über die Transtagung, wo ich Freitag zumindest am Nachmittag war. Dort habe ich mir einen Vortrag über Hormone angehört und durfte dann endlich mal wieder einem Mediziner ein paar Fragen stellen.

Viele Antworten sind klar: Man verschreibt lieber was man kennt usw. andere Dinge waren dann doch sehr erfrischend ehrlich. Nicht immer gibt der Arzt zu, dass es zu einem Thema KEINE relevanten Studien gibt. Im sehr interessanten Gespräch wurde mir dann wieder etwas klar: Transpersonen haben es oft schwer ehrlich zum Arzt zu sein. Sagt man ich will z.B. Medikament S, dann sagt der Arzt nach –vielleicht- einigen Erklärungen: Nein. Sage ich, ich vertrage Medikament A nicht, dann muss er evtl. nach Ersatz suchen… Individuell bringt das die vielleicht Person weiter, die Hormontherapie von Transfrauen bleibt aber wie sie ist.

Außerdem ist das mit den medizinischen Studien so ein Problem: Transmenschen wollen „vorwärts“ kommen und die Vorstellung ein halbes Jahr mal ein Placebo zu bekommen verschreckt dann offenbar sehr viele. Das Interesse der Medizin sei gegeben, so zumindest der Arzt mit dem ich sprach.

Hier ist also viel zu tun, nur wie packt man das an?

Sonst fand ich die Tagung toll, eine bunte Mischung interessanter Menschen und die Möglichkeit sich einfach mit Menschen zu unterhalten, die ich sonst vermutlich nicht getroffen hätte. Insgesamt ist es wohl eine gute Möglichkeit sich zu informieren, aber andererseits bin ich über einige Fragen erschrocken gewesen. Menschen die „mitten drin“ stecken und im Prinzip ganz grundlegende Fragen haben. Fragen die ich mir vor Jahren bereits beantworten musste. Auf die ganzen Eindrücke gab es dann veganes Chili(?) Ich habe ganz vergessen, ob das so hieß, aber es sah dem herkömmlichen Chili sehr ähnlich und hat gut geschmeckt, hier konnte man an seinen Vorurteilen arbeiten. Mein Magen ließ sich allerdings nicht täuschen und hat sich über das eine oder andere Allergen beschwert, aber selbst schuld, die Allergenarme Version hab ich zu spät entdeckt. Trotzdem ist nix schöner als Allesfresser/in zu sein. ;-)

Vielleicht denke ich dann nächstes Mal dran Bilder zu machen *hust*… :-)

Über Maya

Hallo ich bin Maya, um genau zu sein bin ich das einerseits schon mein ganzes Leben und dann wiederrum erst seit März 2012. Ich will hier meine Erfahrungen niederschreiben und meinen Weg beschreiben, den ich gerade gehe. Zu Beginn meiner Suche, hatte ich viele Fragen, was andere Denken, was sie fühlen und was sie antreibt. Mir tat es gut, von anderen zu lesen und mir tat es gut so zu merken, dass ich nicht alleine bin. Leider gibt es nicht viele schöne Blogs, die meisten sind recht kurz oder an vielen Stellen oberflächlich oder einseitig. Ich versuche hier auch objektiv zu berichten und hoffe, dass ich damit anderen betroffenen Menschen helfen kann. Mehr über mich findet ihr auf der Seite "Über mich..."
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